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Randnotizen » Japan

Japan

"Das Land der aufgehenden Sonne"

Vorweg: Es gibt unfassbar viel über das Thema Japan zu berichten, es ist gar unmöglich euch über alles japanische zu unterrichten. Deshalb findet ihr hier eine kleine Übersicht, mit einer Ansammlung von Informationen zu den jeweiligen Teilgebieten ^___~".



Japanische Mythologie


Die japanische Mythologie beinhaltet sehr viele Legenden, Religionen und Weltansichten.

Izanagi und Izanami

Den ältesten Chroniken Japans - Kojiki [ „Chronik alter Begebenheiten“ ] und Nihon shoki [ wtl. „Chronik Japans“ ] - zufolge herrscht in der Welt zu Beginn Chaos. Izanagi und Izanami sind die ersten Götter, die aufgrund eines Befehls aus diesem Chaos ein bewohnbares Land schaffen. Aus diesem Grund steigen sie aus dem Himmel auf die himmlische Schwebebrücke herab und beobachten das Treiben unter sich. Schließlich rührt Izanagi mit einem Speer im Meer herum. Die Tropfen, die sich beim Anheben des Speers aus dem Wasser lösen, fallen zurück und so entsteht die erste Insel, welche Onogoroshima [ wtl. „die von selbst geronnene Insel“ ] gennannt wird. Die beiden Götter steigen nun auf diese Insel hinab, errichten eine Palasthalle und vollführen eine Art Hochzeitsritus, im Zuge dessen sie die Insel umrunden und anschließend ansprechen eine Liebeserklärung aussprechen. Aus der anschließenden geschlechtlichen Vereinigung entstehen die acht großen Inseln Japans, welche als Ōyashima bekannt sind, und viele weitere Götter. Das erste Kind der zwei Götter war eine Missgeburt, womöglich verursacht durch einen Fehlschritt von Izanami, der Frau, beim Hochzeitsritual. Letztendlich gebiert Izanami den Feuergott, bei dessen Geburt sie hohes Fieber bekommt und schließlich "stirbt", was in ihrem Fall bedeutet, dass sie in die Unterwelt Yomi versetzt wird und diese von nun an regiert. Daraufhin zerschlägt Izanagi in seinem Entsetzen das Feuer-Kind in Stücke, woraus wiederum neue Gottheiten entstehen und folgt Izanami in die Unterwelt.

Izanagi findet Izanami in der Unterwelt verstößt jedoch gegen ihre Bitte, sie nicht anzusehen, und muss, während Izanami ihn mit Kreaturen der Unterwelt verfolgt, aus dieser fliehen. Nachdem er die Unterwelt verlassen hat, verschließt er das Tor zur Unterwelt mit einem großen Fels, wodurch es zur Trennung der Welt der Lebenden und Toten kommt. Sowohl Izanami, die Herrin der Unterwelt, als auch Izanagi, der Gott des Lebens, legen jeweils einen Schwur ab: Während Izanami schwört, eintausend Leben zu vernichten, schwört Izanagi dagegen, täglich eintausend fünfhundert Gebärhütten zu errichten. Somit kommt es zur Ingangsetzung des Zyklus von Geburt, Leben und Tod.


Quelle: x

Ōkuninushi und der weiße Hase von Inaba

Ōkuninushi und seine 80 [ Halb- ] Brüder ziehen gemeinsam aus, um Prinzessin Yakami in Inaba zu freien. Ōkuninushi fungiert dabei eher Gefolgsmann und Träger. Auf ihrer Reise treffen sie auf einen weißen - weiß ist hier mit nackt gleichzusetzen - Hasen , dem sie raten, im Meerwasser zu baden und im Wind zu trocknen. Der Hase leidet aber nur noch mehr. Ōkuninushi fragt, warum der Hase nackt ist. Dieser erklärt ihm, dass er, um von der Insel Oki aufs Festland zu gelangen, die Seeungeheuer Wani mit folgender List täuschte: Er schlug einen Wettstreit vor, welche Sippe zahlreicher sei. Er wies alle Seeungeheuer an, sich in einer Reihe hinzulegen und indem der Hase auf ihre Rücken sprang, wollte er sie zählen. Als er gerade dabei war, an Land zu springen offenbarte er den Seeungeheuern, dass er sie getäuscht hätte. Das letzte Ungeheuer aber, schnappte nach ihm und zog ihm das Fell ab.

Ōkuninushi rät dem leidenden Tier, in frischem Wasser zu baden und sich in Blütenstaub der Seggen zu wälzen, die am Flußufer wachsen. Der Hase, der in Wirklichkeit eine Gottheit ist, prophezeit ihm, dass er Prinzessin Yakami heiraten wird. Als sich die Prophezeiung des Hasen bewahrheitet und Yakami-hime Ōkuninushi zum Gemahl nimmt, schlägt die Verachtung der Brüder in Hass um.

Am Berg Tema [ im Lande Hahaki ] wohnt ein rotes Wildschwein. Die Brüder wollen es fangen und tragen Ōkuninushi auf, am Fuß des Berges auf das Wildschwein zu warten, sie werden es von oben heruntertreiben. Die Brüder jedoch, erhitzen am Berg einen großen Stein bis er rotglühend wird und rollen ihn den Berg herunter. Als Ōkuninushi das vermeintliche Wildschwein fangen möchte, verbrennt er sich und stirbt. Seine Mutter ist so traurig darüber, dass sie vom Himmel herab stieg und Kami musubi no Mikoto um Hilfe bittet. Dieser sendet Kisagahi-hime und Umugi-hime aus, Ōkuninushi lebendig zu machen. Kisagahi-hime zerreibt und röstet Muschelschalen und Umugi-hime bringt Wasser und bestreicht Ōkuninushi damit [ wie Muttermilch ], worauf er wieder zu einen jungen Mann wird. Doch die 80 Götter töten ihn wieder, fällen einen Baum und spalten ihn mit einen Keil auseinander. Ōkuninushi tritt auf den Keil und die Brüder nehmen den Keil heraus, sodass Ōkuninushi zerquetscht wird. Wieder bittet seine Mutter die Hoheit um Hilfe und Ōkuninushi wird aus dem Baum befreit. Die Mutter schickt Ōkuninushi zu Gott Oho-ya-biko [ Land Ki ]. Doch die Brüder suchen weiter nach ihn und er entkommt ihren Pfeilen nur indem er durch die Gabel eines Baumes springt und verschwindet.

Besorgt rät ihm seine Mutter, er solle zu Susanoo nach Ne no kuni zu reisen, der ihm einen Rat geben soll.


Quelle: x

Weltentstehung

Fast jede Kultur besitzt Mythen, die die Entstehung der Welt, der Götter und/oder der Menschen erklären. Oft bedeutet „Welt“ das eigene Land, „Menschen“ die eigene kulturell-ethnische Gruppe und „Götter“ die eigenen Ahnen. Trotz dieser „ethnozentristischen“ Tendenzen finden sich zwischen den Weltentstehungsmythen einzelner Kulturen oft erstaunliche Gemeinsamkeiten.

Sowohl das Kojiki als auch das Nihon shoki beginnen die Erzählung von der Schöpfung der Welt mit der Ent­stehung des Universums und greifen dabei u.a. auch auf chinesische Vor­stel­lungen zurück. Es wird die Teilung der Urmaterie in Himmel und Erde [ Yang und Yin ] erwähnt, an­schließend entstehen drei Himmelsgötter [ Ame no Minakanushi, Takamimusubiund Kamumimusubi ] und sieben Göttergenerationen, die seit der dritten Generation im Kojiki und seit der vierten Generation in dem Haupttext von Nihon Shoki in Paaren auftreten. Die Urgötter Izanagi und Izanami, die sowohl Geschwister als auch ein Ehepaar sind, gelten als die letzte Generation der 'sieben Göttergenerationen'.

Den eigentlichen Beginn des Mythos bildet die Er­zählung von den beiden Ur­göttern Izanagi und Izanami, die sich zuerst in einem Raum, der nur aus Wasser, Luft und einer frei schwe­benden Brücke besteht, befinden. Auf dieser Brücke stehen beide und Izanagi, der Mann, stochert mit einem Speer im Wasser unter sich herum­. Als er diesen aus dem Wasser zieht, bilden sich an dessen Spitze salzige Klumpen, welche zurück ins Wasser fallen und dort die erste Insel [ Onogoroshima, wtl. „die von selbst geron­nene Insel“ ] bilden. Auf diese steigen beide herab und er­richten auf ihr einen „Himmels­pfeiler“, den sie in einer Art Hochzeitsritus um­runden. Aus der dann beschriebenen ge­schlecht­lichen Ver­einigung entstehen „Kinder“ in Form der ja­pa­nischen Inseln. Mit jeder weiteren Be­wegung erzeugen sie eine große Anzahl von Göttern wie z.B. Wind- und Nahrungs­götter.

Izanami verbrennt sich bei der dann folgenden Geburt des Feuergottes die Scham und stirbt an den Folgen, d.h. sie wird in die Unterwelt ver­setzt. Izanagi schlägt in seiner Trauer den Feuergott mit seinem Schwert in Stücke, aus denen dann neue Götter entstehen. Nun macht er sich auf die Suche nach Izanami und findet sie schließ­lich in der Unterwelt. Gegen ihre aus­drück­liche Bitte ent­zündet er ein Licht und sieht ihre schreckliche Ver­wand­lung in eine ver­weste Leiche. Izanami fühlt sich dadurch entehrt und gerät in Rage. Zusammen mit einer Reihe von Gehilfen jagt sie Izanagi bis zum Tor der Unterwelt, wo er seine Verfolger ab­schüttelt, indem er das Tor mit einem großen Fels versperrt. Diese Geste be­siegelt zugleich die end­gültige Trennung der Welt der Lebenden und der Toten. Izanami, nun die Herrin der Unter­welt, schwört, täglich ein­tausend Leben zu ver­nichten; Izanagi, der Gott des Lebens, schwört da­gegen, täglich ein­tausend fünfhundert Gebärhütten zu er­richten. Hiermit ist der ewige Zyklus von Geburt, Leben und Tod in Gang gesetzt.

Abschließend vollzieht Izanagi eine rituelle Waschung [ misogi ] in einem Fluss, um sich von den Ver­un­rei­nigungen der Unterwelt bzw. des Todes zu be­freien. Dabei ent­stehen erneut mehrere Gottheiten: Amaterasu, die Sonnengottheit bei der Waschung seines linken Auges, Tsukiyomi, der Mond bei der Waschung des rechten Auges und Susanoo bei der Waschung der Nase. Izanagi teilt sein Erbe unter ihnen auf. Nachdem die Nachfolge so end­gültig geregelt ist, zieht er sich aus dem Welt­ge­schehen zurück und wird nicht mehr weiter erwähnt.


Quelle: x